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Filmarchiv

Es gibt eine Anzahl von Filmen über Kinder und Jugendliche, die in Heimen lebten. Manche von ihnen sprechen uns direkter an als ein Bericht oder ein Buch.

Einführung

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Hier finden Sie eine Auflistung vieler Filme über die Heimerziehung. Einige sind Ihnen sicherlich bereits bekannt, andere sind fast unbekannt.
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Von einigen Filmen ist uns nur der Titel bekannt. Wir haben die Angaben dennoch hier aufgeführt und wünschen uns, dass allmählich sich für jeden Film ein Zeitzeuge findet, der unsere Angaben vervollständigt und vielleicht einen Kommentar, eine Anmerkung oder einen Eindruck schreibt.
Die hier aufgeführten Filme wurden von einigen fleißigen Zeitzeugen zusammengetragen. Vielen Dank.

             

 

"Notwendige Lehrjahre" - Ein DEFA Dokumentarfilm über Jugendwerkhöfe - 1968

 
      

Wer kennt diesen Film und kann Angeben machen über Inhalt und wo man ihn evetuell sehen kann?
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"Freistatt" - Ein Film von Marc Brummund - Deutschland 2015

 
       
Freistatt: Beklemmendes Jugenddrama um grausame Praktiken in einer Erziehungsanstalt im Norddeutschland der 1960er Jahre.       FREISTATT Filmheft Seite 01  

Der 14-jährige Wolfgang wird Ende der 1960er Jahre in eine Anstalt für schwer
Erziehbare gesteckt, weil sein brutaler und eifersüchtiger Stiefvater dessen Mutter für sich allein haben will.
In Freistatt wird der junge Schüler mit der geballten Härte konfrontiert. Ob sexueller Missbrauch, körperliche
Züchtigung oder die knochenharte Zwangsarbeit im Moor – der despotische Anstaltsleiter und seine
diabolischen Helfer lassen nichts unversucht, um den Willen der ihnen anvertrauten Schützlinge zu brechen.

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"Die vergessenen Kinderheime in der DDR" - Ein Film von Peter Grimm - 2014

 
     
Der Film von Peter Grimm schildert die Zustände in den konfessionellen Einrichtungen Erziehungseinrichtungen der DDR. Es ist eine wenig bekannte Tatsache, dass auch die beiden großen Kirchen, bzw. deren Sozialträger Diakonie und Caritas eine Anzahl von Kinderheimen in der DDR unterhielten. Die Zahl dieser Einrichtungen verringerte sich allerdings in den 40 Jahren DDR sehr stark. Der SED-Staat versuchte, die Kindheit und Jugend von allem abzuschirmen, was er als fremden Einfluss ansah       PeterGrimm

Deshalb sollten kirchlichen Heime keine Erziehungsmöglichkeit haben, sondern sich um sogenannte "geschädigte" Kinder kümmern. Dieses Erziehungsmonopol war natürlich nicht unumstritten. Insbesondere die kirchlichen Einrichtungen versuchten sich dem zu widersetzen.
Peter Grimm interviewt Wissenschaftler, ehem. Heimleiter und ehem. Heiminsassen und zeigt, dass in den konfessionellen Einrichtungen ein Umgang mit Kindern gelebt werden konnte, der sicher nicht einfach war, aber von den dort gefilmten Heimkindern weit weniger repressiv erlebt wurde.

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"Sabine Wulf" - Erwin Stranka - DEFA 1978 - Bericht von Tina B.

 
     
Drehort Jugendwerkhof Burg / Schuhfabrik Roter Stern. Der Handlungsstrang beginnt mit einer kurzen Rückblende aus der Gruppe Zetkin von Sabine Wulff, die kurz vor ihrer Entlassung steht.
Nach ihrer Entlassung geht sie zu ihrer ersten Liebe, Jimmy ein Freigeist, für den es im realexistierenden Sozialismus kein Platz gab. Jimmy lebt vor wie nach in seiner Weltanschauung und stellt Sabines neu gewonnene Lebenseinstellung in Frage. Sabine reflektiert die gemeinsame Zeit mit Jimmy und weigert sich seine Lebenseinstellung zu teilen. Nach einer kurzen Rückschau, wie es zur Einweisung in den JWH kam, entschließt sie sich endgültig einen Schlussstrich mit Jimmy zu ziehen.
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Sie bezieht ein möbliertes Zimmer in der Wohnung einer resoluten älteren Dame und nimmt eine Arbeit in der Schuhfabrik auf.Mit ihrem offenen und direkten Wesen stößt sie dort auf Unverständnis.
Ein vorheriges Ereignis wird ihr zunächst zum Verhängnis. Vor ihren Arbeitsantritt begegnete sie einigen Kollegen in einer Kneipe. Eine Frau erkundigte sich nach ihrem Beruf. Sabine konterte: ich bin Kleindarstellerin. Im Wissen darum, dass Sabine im Jugendwerkhof war, wird sie von einer Kollegin wegen Diebstahls beschuldigt.
Sabine setzt sich zur Wehr. Eine Vorgesetzte nimmt sie in Schutz. Privat suchte Sabine nach ihrem Liebesglück und hatte einige Affären. Ein Treffen zwischen der Mutter und Sabine gipfelte wieder in einem Streit. Wegen der Anspruchshaltung des Vaters und das damit verbundene Interesse der Mutter an der Familienehre bricht Sabine den Kontakt ab. Alles gerät ins Wanken … Sabine hadert mit den Hürden des Alltags ... Die Hauptmieterin hat Sabine irgendwie ins Herz geschlossen und möchte sie vor einen Absturz bewahren. Sie hört sich Sabines Sorgen an und muntert sie auf, sich dem Leben zu zuwenden und die Dinge, die man nicht ändern kann, zu akzeptieren.
Die Geschichte löst sich so auf. Der Diebstahl wird im Betrieb aufgeklärt. Die Kollegin, die sie beschuldigte, entschuldigt sich bei Sabine. Sabine erkundigt sich bei der Kollegin nach den Gründen. Aus dem gemeinsamen Gespräch wird eine Freundschaft an. Damit dreht sich Lebensblatt von Sabine auch privat zum Guten. Aus einer Affäre zeichnet sich eine feste Partnerschaft ab.

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Wie wirkte der Film als 16 Jährige auf mich. Mit meine eigenen Vorerfahrung, zu der auch die Arbeitsaufnahme während des Jugendwerkhofaufenhaltes einschloss, empfand ich die Charakterrolle der Sabine, die sich u.a. zur Wehr zu setze, als wohltuend.
1978 wurde ich in der Gärtnerei Körbelitz eingesetzt. Das mir entgegengebrachte Misstrauen und die nicht enden wollende Fleischbeschauung einiger Arbeitskollegen haben mich bewogen, dem etwas Humorvolles entgegen zu stellen. Auf die Frage, warum ich in den Werkhof kam, antwortete ich z.b.: weil ich neugierige Menschen um die Ecke gebracht habe. Ich konnte nicht ahnen, dass jemand dies für bare Münze nahm und glaubte, man nehme meine Antwort als vollkommen überzogen hin. Später erzählte mir jedoch meine zukünftige Lehrmeisterin, dass die Kollegen sie vor mir gewarnt hätten. Wörtlich hieß es: "Der Neuen ist mit äußerster Vorsicht zu begegnen. Pass auf, die wird dich noch vermöbeln." So kam es, dass sie schon demonstrativ voreingenommen auf mich zukam und mich rügte, nicht zuletzt um ihre Autorität vor den anderen Mädels zu wahren.
Als ich in ihren Augen arbeitsfaul wirkte, kam sie hinterrücks an mich heran und verpasste mir ein Tritt in den Hintern. Daraufhin entgegnete ich ihr, dass sie nach Haus gehen und ihre pädagogische Herangehensweise überdenken sollte.
Der Film inspirierte mich insofern bei einer Entscheidung. Als ich im Februar 1980 nach 18 Monate entlassen werden sollte, wollte ich auf gar keinen Fall nach Hause. So teilte ich dem Jugendamt dies mit und bat um Unterstützung, um bis zur Volljährigkeit eine Lösung zu finden. Gleichzeitig teilte ich meine Vorstellung mit, was ich machen wollte. Ich erhielt ein Schreiben zurück, worin die Jugendhilfe mir mitteilte, dass meine Vorstellung nicht erfüllbar wäre und dass statt dessen meine Mutter meine Hilfe benötige. Trotzdem ich keine guten Kindheitserfahrungen erlebt hatte, müsste ich weiterhin Rücksicht auf die Krankheit meiner Mutter nehmen. Sie meinte es ja nur gut mit mir. Es gelang mir, dann bei einer Erzieherin Gehör zu finden und ich blieb bis zur Volljährigkeit ein Jahr halb freiwillig halb unfreiwillig im JWH.
Mein naiver Glaube daran, dass ich meine positiven Erfahrungen dann in die Freiheit mitzunehmen könnte und sich dann alles positiv fügen würde, scheiterte schon daran, weil die Freiheit an der Mauer endete. Auch dass man sich ewig bei Ämtern rechtfertigen oder immer wieder in Erklärungsnot zu geriet, war oft sehr unerträglich.
Nachdem ich damals fest entschlossen war, in den sauren Apfel zu beissen und noch ein Jahr auszuharren, gab es eine Überlegung seitens der Lehrmeisterin aus der Gärtnerei und dem Jugendwerkhofdirektor Herr Rohrmann mir ein Zimmer im JWH zu organisieren. Beruflich sollte ich dann den Facharbeiter als Gärtnerin erwerben mit der Option dann eine Lehrmeisterausbildung zu absolvieren.

Das schmeichelte mir sehr. Auch weil ich bemerkt und wahrgenommen wurde. Allerdings verlief vieles davon ins Leere, denn es gab für mich ja keinen Raum für eine Lebensplanung. Meine Entscheidung im Jugendwerkhof zu bleiben, war mit Sicherheit auch eher untypisch. Der Film hatte zwar viele gute Subtexte und sollte wohl eher Hoffnung für uns ehemaligen Betroffenen machen. Über die Liebesaffären hatte ich mir damals schon meine Gedanken gemacht und fand die Szenen sehr fragwürdig.Mir wurde als fast 15 jährige vom damaligen Abschnittsbevollmächtigten des Wohnortes meiner Eltern unterstellt, dass ich häufigen sexuellen Geschlechtsverkehr ausübe. Das hatte zur Folge das ich nach Berlin Buch unter haftähnlichen Bedingungen mich 3 Wochen lang jeden Morgen untersuchen lassen musste und dies ohne eine gesicherte Indikation.
Nach meiner Entlassung habe ich mich häufig in persönlichen Lebensfragen an diesen Film erinnert. Mal hat mich aufgemuntert, damit ich nicht verzagte, mal war es aber auch umgekehrt. Denn bis zur Wende eilte mir mein Ruf und die Vergangenheit oft voraus, sodass man halt darauf angewiesen war, wer einem gut gesinnt war.

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"Der Verdingbub" - Ein Film von Markus Imboden - Schweiz 2012

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Der Film handelt in der Schweiz um 1950. Ein zwölfjähriger Waisenjunge (Max) träumt von einer Familie; er wird vom Pfarrer zu einem Bauernhof verbracht, wo er sich verdingen soll.       Verdingbub

Statt der erhofften Familie erlebt er aber, dass er arbeiten muss und körperlich und seelisch von der Familien ausgebeutet wird.

Die Misshandlungen, die er erfährt, werden in der Schule bemerkt. Seine Lehrerin bringt ihm das Handorgelspiel bei, aber die Erfolge, die er dadurch erlangt, machen sein Leben in der Bauersfamilien noch schwerer.
Der Film beschreibt einen schwarzen Fleck der Schweizer Geschichte. Dort sind tausende Kinder durch die Jugendhilfe zu Arbeitssklaven gemacht worden. Der Film vermeidet eine einseitige Schwarz-Weiß-Malerei und beschreibt statt dessen die Hintergründe und das geistige Milieu, das so etwas ermöglicht hat.

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"Von jetzt an kein zurück" - ein Film von Christian Frosch - 2015

 
      

Im blauen Kasten finden Sie einen Link zu einer Vorstellung des Film im Deutschlandradio Kultur vom 07.03.2015

 

    VON JETZT AN EIN ZURCK  
 

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  Filmhomepage
  Besprechung dr Kultur
 

 

"King of Devil's Island" - ein norvegischer - Film von Marius Holst - 2010

 
    
Der Film spielt in Norwegen um das Jahr 1915. Auf der Gefängnisinsel Bastoy lebt eine Gruppe straffällig gewordener Jungen unter einem strengen Regime. Die Zustände machen die Jungen hart und zugleich schweißen die Erlebnisse die Jungen zusammen. Eines Tages erscheinen zwei Neue. der Jugendlichen Erling und Ivar. Erling beugt sich dem Regime nicht und wird mit Schlägen und Isolationshaft bestraft. Ivar ertränkt sich, aufgrund einer starken Beschuldigung. Weiteres ist unter den angegebenen Links zu erfahren.        King of Devils Island

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  Lexikon des Films
  Wikipediaeintrag
 

 

"Mutter von 200 Kindern" - Reportage von Wolfgang Reichardt/Horst Jung - Strehla - 1982

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1982 war die Heimleiterin im Kinderheim Strehla Hannelore Winkler. Dort lebten damals ca. 200 Kinder.
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Im Neuen Deutschland (dem zentralen Orgen der SED) heißt es über den Film: "200 Kinder lebten im Kinderheim Strehla, jedes hat seine eigene Geschichte, allen ist eines gemeinsam: Hier haben sie ihr Zuhause. Vieles verbindet die Kinder miteinander, läßt sie fühlen und handeln wie Geschwister, vom Drei- bis zum Achtzehnjährigen. / Heimkinder in unserem Land. Wie werden sie auf das Leiben vorbereitet? Hannelore Windmüller, die Heimleiterin, „Mutter von 200 Kindern'', erzählt davon, denn sie kennt das Schicksal jedes ihrer Schützlinge ... 

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"Schutzlos ausgeliefert" - Interviews - von Rüdiger Disselberger und Uta Rüche - 2014

 
     

Vier Frauen und vier Männer - ehemaligen Heimkinder - erzählen von ihrer Kindheit und Jugend, die alles andere
als unbeschwert ist. Sie wohnten in verschiedenen Spezialkinderheimen der DDR.
Was sie dort aber erlebten, hilft ihnen kaum ihre Lebenssituation dauerhaft zu verbessern.

      Disselberg Rche


Was sie brauchen, finden sie auch hier nicht: Aufmerksamkeit, Verständnis, Freiheit und Schutz. Der einzige Erziehungszweck scheint darin zu bestehen, dass sie sich in eine Gesellschaft einordnen sollen, die letztlich keinen Platz für sie hat. Nach dem Heim brechen sie in ein eigenes Leben auf, ihre Vergangenheit als schwere Last im Gepäck.
Der Film wurde gefördert von:

Dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
Der Beauftragten des Landes Brandenburg für die Aufarbeitung der Folgen kommunistischer Diktaturen
Der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

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"Zöglinge" - zitiert in der SWR2 Sendung "Kinderheime in der DDR" - 2008

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Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit, Kinderheime in der DDR. Von Thomas Gaevert

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"Das Kinderheim Königsheide" - Dokumentarfilm - gesendet über Phönix am 05.03.2011

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Im östlichen Teil Berlins befindet sich der schöne Stadtwald „Königsheide". In diesem heute als Natur-und Wasserschutzgebiet genutzten idyllischen
Gebiet stößt man auf ein weitläufiges Areal, das schon zu DDR-Zeiten vor der Öffentlichkeit verschlossen war. Mitten im Wald hinter einem bis heute gut erhaltenen Zaun erstreckt sich ein riesiges, geheimnisvolles Anwesen mit lang gezogenen, gelblich getünchten zweistöckigen Häusern. Die Gebäude wirken äußerlich intakt, sind aber verwaist und unbewohnt.

      Das Kinderheim Koenigsheide


In der Königsheide entstand 1953das größte Kinderheim der DDR.
Später bekannt auch unter dem Namen „Kinderkombinat“ A.S. Makarenko“ Gut 6.000 Kinder sind bis 1981
dort aufgewachsen.Nicht wenige haben dort ihre ganze Kindheit und Jugend verbracht.Anfangs erbaut, um
Kriegswaisen unterzubringen, avancierte die Erziehungsanstalt schnell zum Vorzeigeheim der DDR. Hier sollte 
ab Mitte der 60er Jahre unter der Parole „Idealheim in einem Idealstaat“ der ideale sozialistische Mensch
herangezogen werden, das „Staatskind“. Heute wuchert dickes Gestrüpp über Klettergerüst und Schaukel
zwischen den Häusern. Gras wächst über der verlassene Stätte. Aber die Natur ist zu schnell, denn für die
ehemaligen Kindern dieses Ortes ist noch lange kein Gras über ihre Geschichten gewachsen. Nach langen
Recherchenbeginnen ehemalige „Königsheider“ zum ersten Mal über ihre Zeit im Heim öffentlich vor der
Kamera zu reden. Leicht fällt es den meisten nicht. Dabei wird Schicht für Schicht einer hoch spannenden
Geschichte freigelegt. Spürbar werden berührende Biografien und tief greifende persönliche Konflikte aus
einem untergegangenen Land, die bis in die Gegenwart nachhallen.Erzählt wird von den drei Heimkindern
Ingrid, Ursula und Detlev. Als Säugling oder Kleinkind in die Königsheide gekommen erleben sie dort eine
komplizierte Kindheit. Der Film beschreibt drei individuelle Schicksale, in den sich die politischen Konflikte
der Zeit im hohen Maße konzentrieren. Biografien, wie sie dramatischer kaum sein können. Ihnen gegenüber
stehen die Erinnerungen eines ehemaligen Heimleiters und einer Erzieherin.  Aus den sehr unterschiedlichen
Sichten entsteht eine provozierende Realität, in der jedes Kind und jeder Erzieher seine eigene Wahrheit vom
„Kinderkombinat in der Königsheide“ hat.

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"Spurensuche. Ich war im Kinderknast von Torgau" - Jürgen Fliege - ARD 1996

 
     
Jürgen Fliege begleitet Andreas Freund durch seine einstige Odyssee durch Kinderheime und Erziehungsanstalten der ehemaligen DDR.       Kinderknast von Torgau

Ein weiteres Beispiel wie man in der einstigen DDR mit Kindern verfuhr, die nicht Staatskonform standen und ihre Individualität ausleben wollten. Wie man mit Ihnen verfuhr, um sie gefügig zu machen und zu brechen.

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"Vorname Jonas" Hörspiel für den Rundfunk der DDR - Thomas Heise 1989

 
     
Das Hörspiel entstand 1983 und wurde nicht zur Endfertigung freigegeben, im Gegenteil die Urbänder wurden vom DDR-Rundfunk zum Löschen freigegeben. Die Bänder sind aber gestohlen worden und im Juli und August 1989 in der Akademie der Künste der DDR fertiggestellt.
      VORNAME JONAS
 

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"Wer weiß was, was aus mir geworden wäre" - Antje Leetz - SWR 2008

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Wie ein Heim Kriegskindern eine Chance gab. SWR Leben am 17.März 2008.

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Berlin 1945. 21.000 Kinder treiben sich auf den Straßen herum.
Dieter Engler erfährt von der Gründung der neuen staatlichen Kinderrepublik "Königsheide". Dort will er hin. "Die Königsheide' war für mich ein Fünfer im Lotto", sagt er heute. "Heimdirektor Günter Riese und die Erzieher haben aus mir einen Menschen gemacht." Mit Humor und mit Nachdenklichkeit erzählen zwei ehemalige Heimkinder von ihrer Zeit als "Königskinder" und machen Vorschläge, wie man mit heutigen Problemkindern umgehen sollte. Autorin Antje Leetz war selbst ein Jahr in der "Königsheide".

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"Jugendwerkhof Hummelshain" - Reportage von R. Steiner - DEFA

 
     
Eine Reportage von R. Steiner über das Arbeitslager (Jugendwerkhof) Hummelshain in Thüringen.       Jugendwerkhof Hummelshein


Die Dokumentation wurde unmittelbar nach den Dreharbeiten von den staatlichen Behörden verboten und auf den INDEX gestellt. Dadurch kam es nie zu einer Ausstrahlung. Zu der Zeit als die Dokumentation entstand, befand ich micht (Andreas Freund) im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau auf Antrag des selben Heimleiters, welcher in diesem Beitrag einen Leidensgenossen von mir ebenfalls nach Torgau einweist

 
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"Rehabilitierung für Torgau" - Interview mit Andreas Freund - Redaktion: RTL Punkt 12

 
    
Ein RTL Punkt 12 Interview mit Andreas Freund.
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"Gedenkvideo GJWH Torgau" - Fred Betke - 2012

 
     

Für all jene, die in Torgau waren und dieses Leid erfahren mussten, dieses Video ist in erster Linie für all meine Leidensgenossen gedacht.

      GJWH Torgau
 
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"Fehleinweisung" - Franz Sales Haus - ARD Dokumentation - 2014

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Der Film dokumentiert eine "Fehleinweisung" eines Kindes in eine Behinderteneinrichtung. Wegen dieser Fehleinweisung ist das betr. ehemalige Heimkind vom Fonds - Heimerziehung ausgeschlossen.

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"Auf Biegen und Brechen" Dokumentation - Phönix extra die Story

 
     

Vier Stimmen hört er in seinem Kopf. Mal singen sie ihm etwas vor, mal beschimpfen sie ihn. Wenn es zu laut wird,
fährt René Münch Fahrrad oder malt ein Bild.
Der 52-jährige Dresdner verbrachte fast seine komplette Kindheit und
Jugend im Heim.

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Er wurde körperlich und sexuell missbraucht. Heute leidet er an einer
posttraumatischen Belastungsstörung. Etwa 400.000 Kinder lebten in DDR-Heimen. Dort sollten sie zu sozialistischen Persönlichkeiten geformt werden. Wer sich widersetzte, opponierte oder einfach anders war, geriet oft in ein gnadenloses Räderwerk. Besonders in DDR-Spezialheimen und Jugendwerkhöfen waren die Regeln streng und die Strafen drakonisch: Essensentzug, Nacktsport, Arrest in der Dunkelzelle. Es ging um totale Kontrolle, und nicht selten waren die Kinder und Jugendlichen dem hilflos ausgeliefert. Vor kurzem entschieden die Sozialminister der neuen Länder und des Bundes den 2012 aufgelegten Hilfsfonds für DDR-Heimkinder auf 200 Millionen aufzustocken. Doch reicht das Geld nun und werden damit auch die langen Warte- und Bearbeitungszeiten in den Beratungsstellen kürzer? Und liegt der Stichtag 30. September, bis zu dem sich jetzt alle Betroffenen melden müssen, nicht zu früh? "Exakt - Die Story" trifft Betroffene, spricht mit Historikern, Trauma-Experten, Juristen und Politikern. Die Reportage beschreibt, wie es in DDR-Heimen zuging, warum die ehemaligen Insassen noch heute leiden und was die Gesellschaft unternimmt, um zu helfen. Erzählt wird aber auch, dass kaum einer der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurde und wieso das so ist.
 
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"Und alle haben geschwiegen"

 
     
Sich der Vergangenheit stellen       Und alle haben geschwiegen

Im Berlin des Jahres 2008 treffen Luisa und Paul nach 44 Jahren erneut
aufeinander. Beide haben bisher über ihre Erlebnisse geschwiegen und sich in die Verdrängung geflüchtet. Doch Luisa sieht für sich den Zeitpunkt gekommen, ihr Schicksal öffentlich zu machen und sich damit ihrer Vergangenheit zu stellen.

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